Traditionelle chinesische Medizin

Akupunktur

Akupunktur ist die Behandlung verschiedener Krankheiten mittels Nadeln und Moxakraut über Akupunkturpunkte, die an der Körperoberfläche liegen und den Energiefluss des menschlichen Körpers lenken und regeln.
Die Akupunktur wird seit mehr als 4000 Jahren in China angewendet, kam aber erst im 17.Jahrhundert durch franz. Missionare und Kaufleute nach Europa.
 
Ziel der Akupunktur ist es, die Lebensenergie des Menschen in einen Zustand von Harmonie und damit Gesundheit zu bringen. Das zugrunde liegende Menschenbild  wird aus chinesischer Sicht von der Lebensenergie Qi bestimmt, die auf Energieleitbahnen, den Meridianen, durch den Körper strömt und an mehr als 700 Punkten die Hautoberfläche berührt.
Eine Fülle von funktionellen Erkrankungen kann erfolgreich behandelt werden.
Die Stimulation der Akupunkturpunkte erfolgt durch Druck, Massage oder mittels verschiedener Nadeln. Auch durch Wärmeanwendung oder Laser können gute Effekte erzielt werden.
Neben der klassisch chinesischen Ganzkörperakupunktur gibt es auch eine japanische Form, oder auch Akupunkturen in nur einem Körperbereich, z.B. die Ohrakupunktur, Schädelakupunktur nach Yamamoto, Koreanische Handaku-punktur oder auch die Akupunktur nach Siener.
Alle chronisch schmerzhaften Erkrankungen bieten sich zur erfolgreichen Behandlung mittels Akupunktur an, insbesondere aber: Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bestehen bei Depressionen, zur Geburtsvorbereitung, bei Abwehrschwäche, Erkältungen etc., bei Suchterkrankungen (Nikotin und Esssucht), Allergien, Heuschnupfen, Asthma, Klimakterium mit Wechseljahresbeschwerden, Sehstörungen, Chronischer Müdigkeit, Blasenerkrankungen, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen – wie Verstopfung, Blähungen, Reizdarm, Menstruationsstörungen, Lähmungen und grundsätzlich bei allen funktionellen Erkrankungen.
Die Akupunktur wird in Serien von 10 bis 15 Behandlungen durchgeführt, wobei die einzelne Behandlung etwa 20 bis 30 Minuten dauert.
Akupunktur kann nur sehr eingeschränkt wirken, wenn das jeweilige Organ oder die Körperregion von ihrer Grundstruktur her zerstört ist. Daher ist sie keine klassische Therapie für Karzinomerkrankungen – nur zur Begleitung, um andere Therapien verträglicher zu machen.

Seit Beginn des Jahres 2007 ist die Akupunktur-Behandlung zur allgemeinen Leistung der gesetzlichen Krankenkassen geworden. Allerdings beschränkt sich die Kostenübernahme auf einen Basisbetrag bei chronischen Lendenwirbelsäulenbeschwerden und Knieschmerzen. Bei allen anderen Diagnosen ist die Akupunktur eine individuelle Gesundheitsleistung und muss von den Versicherten aller gesetzlichen Krankenkassen voll aus eigener Tasche bezahlt werden.
Bei privat krankenversicherten Patienten ist die Akupunktur schon immer eine ganz normale Leistungsziffer der Gebührenordnung für Ärzte und daher wie bisher bei allen schmerzhaften Erkrankungen problemlos erstattungsfähig. Allerdings sind auch hier Veränderungen möglich, so dass die Finanzierung von Akupunktur-Behandlungsserien im Einzelfall über ein kurzes Gespräch geklärt werden sollte.

 

Die Akupunktur wird in Serien von 10 bis 15 Behandlungen durchgeführt, wobei die einzelne Behandlung etwa 20 bis 30 Minuten dauert.

Chinesische Kräutertherapie

Die traditionelle chinesische Kräutermedizin ist eine alte Heilkunde, die bis 2500 v. Chr. zurückverfolgt werden kann. Die chinesische Medizin versteht Krankheit als Zeichen von Disharmonie im menschlichen Körper. Aufgabe des Arztes ist es daher Harmonie und Gleichgewicht wiederherzustellen. Kräuter sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, die durch Ernährungsberatung, Akupunktur, Tai Ji und Qi Gong unterstützt wird. Die Erkrankung ist dabei das Ende eines komplexen Prozesses in dem viele verschiedene Einflussfaktoren zum Tragen kommen. Verschiedenste Organfunktionen können gestört, geschwächt oder aus dem Gleichgewicht geraten sein. Aufgrund dieser Fehlfunktionen können wiederum unterschiedliche Widrigkeiten (xie)  entstehen oder von außen in den Körper eindringen. Diesem komplexen Geschehen begegnet die Arzneimitteltherapie mit ebenso komplexen therapeutischen Strategien. Unerlässlich ist dabei die chinesische Syndromdifferenzierung nach bestimmten Mustern und nicht nach westlichen Krankheitsbegriffen.

 In der Kräutertherapie ist die therapeutische Einheit die Rezeptur, d.h. es werden keine Einzeldrogen verschrieben. Man geht hingegen von bekannten Standartrezepturen aus die dann individuell verändert werden.  Meist enthält ein chinesischer „Tee“ 10-15 verschiedene Bestandteile, die unterschiedlich zur Heilwirkung beitragen. Die Rezeptur als Ganzheit ist mehr als die Summe  ihrer Einzelbestandteile. Die einzelnen chinesischen Arzneidrogen haben die Fähigkeit verschiedene pathogene (krankmachende)  Faktoren im Körper zu behandeln und zu eliminieren oder den Körper zu kräftigen.

Wie die Akupunktur beeinflussen auch die Heilkräuter das auf Energiebahnen fließende Qi und wirken so auf die Organe. Diese werden gekräftigt oder beruhigt, Krankheitsursachen, wie Hitze, Kälte, Feuchtigkeit oder Wind werden ausgeleitet, je nachdem welche Temperaturqualität der Kräuterarznei zugeschrieben wird und welche Geschmacksqualität sie vertritt. 

Besonders geeignet ist die chinesische Phytotherapie bei Mangel- und Erschöpfungszuständen, Hautkrankheiten, sowie Erkrankungen mit Blut- und Yinleere im chinesischen Sinn. Hier ist die Akupunktur allein oft nicht ausreichend wirksam.

Ich verwende in der Regel  Granulatmischungen (pulverisierter Tee) da sie sehr schnell gebrauchsfertig sind und zudem preisgünstiger.

Diese Behandlung wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Bitte informieren sie sich in unserem Leistungsverzeichnis.

 

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